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Montag, 14. Oktober 2013

Eine ganz große Kleine: Die Naked Basics Palette von Urban Decay



Schon eine gefühlte Ewigkeit schmachte ich die Naked-Paletten von Urban Decay aus der Ferne an. Fast die komplette Beauty-Insider-Welt macht Kopfstand, sobald die Sprache auch nur auf die Lidschatten von Urban Decay kommt. Auch ich konnte mich dem Hype nicht verwehren, die Begeisterung hatte mich in kürzester Zeit angesteckt wie ein hartnäckiger Grippevirus.Leider ist es in Deutschland nicht ganz so einfach, eine davon in die Finger zu bekommen. Aber Gott sei Dank gibt es die wunderbare Online-Welt, die es möglich macht, beinahe alles zu ergattern, was irgendwo auf dem Erdball verkauft wird. 
Und endlich darf ich mich auch stolze Besitzerin einer Urban Decay Naked Palette nennen. Zwar erst einmal nur der kleineren Variante, aber ich wurde nicht enttäuscht: Die Urban Decay Basics Palette hat meine Liebe vom ersten Moment an voll und ganz verdient. 



Wenn man die Palette mit ihren beiden großen Schwestern vergleicht, wirkt sie eigentlich fast ein bisschen mickrig. But size doesn't always matter. Von außen fühlt sie sich leicht gummiartig an, ist sehr griffig und dabei stabil verarbeitet. Der Deckel schließt gut und fest. Als ganz großes Plus empfinde ich den, für eine Palette dieser Größe, doch sehr großen Innenspiegel. Mit ihm könnte man sich theoretisch sogar unterwegs schminken. Einer der wenigen Paletten-Spiegel, die ich wirklich sinnvoll finde, vor allem da sich die Urban Decay Basics auch hervorragend für die Handtasche eignen. 
Im Inneren dieses kleinen Prachtexemplars befinden sich sechs Lidschatten: Venus, Foxy, Walk of Shame, Naked 2, Faint und Crave. Damit hat man - wie der Name schon sagt - alles zusammen, was man für ein gutes Augenmake-Up benötigt. Super finde ich, dass sich die Lidschatten größentechnisch nicht von denen der regulären Paletten unterscheiden: Alle beinhalten 1,3 gr. Bis auf den ersten handelt es sich bei allen um matte Farben, was mir sehr gut gefällt. Der einzige Ton mit Schimmer, Venus, lässt sich besonders gut als Highlighter unter der Augenbraue oder im inneren Augenwinkel verwenden. Obwohl sich Foxy und Walk of Shame in der Palette auf den ersten Blick sehr ähneln, sind sie beim Swatchen sehr unterschiedlich. Foxy geht eher ins gelbliche, Walk of Shame in Richtung Rosa. Besonders Faint hat es auf Anhieb in mein Herz geschafft: ein wunderbar warmer Braunton, der immer und jederzeit passt. Um das Ganze abzurunden, enthält die Palette zu guter Letzt Crave, der bereits mit einem Strich tiefschwarz und wunschlos deckt. 
Auf den ersten Blick wirkt die Zusammenstellung zwar nicht aufregend, aber sofort harmonisch. Mir persönlich gefallen Nude-Töne immer gut. Meistens lassen sich mehr Looks damit schminken, als es zuerst den Anschein hat. Perfekt für jeden Tag!


Die Textur der Lidschatten ist buttrig-weich und fühlt sich traumhaft seidig auf der Haut an. Einziger Nachteil den ich feststellen konnte (ja, ich habe einen gefunden), ist, dass die Lidschatten hin und wieder etwas zum Krümeln neigen. Allerdings habe ich habe schon seeeehr viele günstigere Nude-Paletten ausprobiert, die im Licht der Naked Basics Palette wie kleine hässliche Stiefgeschwister wirken, und sehe gerne über ein paar Krümmelchen hinweg. Bisher hat es keine andere Palette geschafft, mich so zu überzeugen. 



Wer die beiden großen Naked Paletten zu Hause hat, benötigt die Basics eigentlich nicht auch noch. Allerdings ist sie wirklich unschlagbar auf Reisen: Klein, platzsparend und lässt keine Wünsche offen. Ich würde sie immer wieder kaufen. Zwar sind rund 25,-€ für eine so kleine Palette nicht gerade wenig, aber das Geld ist gut investiert. 

Wie steht ihr zu den Urban Decay Naked Paletten? Sinnloser Hype oder Holy Grail?